Kleine Lichtblicke von großer Bedeutung

Kleine Lichblicke von großer Bedeutung 

von Annika Schaible

Ich schrecke hoch. Der Weck­er klin­gelt. Wieder ein­mal viel zu früh. Wenn ich daran denke, was mich heute alles erwartet, möchte ich mich am lieb­sten umdrehen und liegen bleiben. Ken­nen wir dieses Gefühl nicht alle nur zu gut? Doch trotz der Verpflich­tun­gen im All­t­ag gibt es viele kleine Momente, die uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern, wenn wir auf sie acht­en. Momente, für die es sich lohnt, aus dem Bett zu steigen. 

Oft­mals sind es die kleinen Licht­blicke, die unseren Tag bess­er machen: Der erste Kaf­fee am Mor­gen, der uns Wärme spendet. Das leckere Mit­tagessen, auf das wir uns heim­lich schon seit Stun­den freuen. Ein kurz­er Aus­tausch mit Kolleg:innen oder Freund:innen, der uns neue Energie gibt. Die Sonne, die uns ins Gesicht scheint, oder auch unser Lieblingslied, das die Strecke von A nach B leichter macht. Diese kleinen Momente sind über­all, wir müssen sie nur wahrnehmen. Sie holen uns aus dem All­t­agstrott, brin­gen Farbe in den Tag und schenken uns für einen Augen­blick Ruhe, Zufrieden­heit und Zuver­sicht. 

Und an Tagen, an denen kein Licht­blick in Sicht ist, kön­nen wir ihn uns ganz ein­fach selb­st erschaf­fen. Für unseren selb­st gemacht­en Licht­blick braucht es nicht viel: Ein altes Marme­laden­glas, getrock­nete Blu­men und ein Teelicht. Das Glas bek­leben, Kerze hinein und schon entste­ht ein warmes, buntes Windlicht, das den Raum erhellt. Solche selb­st­geschaf­fe­nen Licht­blicke erin­nern uns daran, dass es oft­mals die kleinen Dinge sind, die unseren All­t­ag erhellen. Manch­mal reicht sog­ar schon ein Teelicht. 

Foto von Anni­ka Schaible, DIY-Teelicht