Eine kleine Geschichte des Drag – oder: fünf Personen, die Drag geprägt haben

Eine kleine geschichte des drag — oder: fünf personen, die drag geprägt haben 

von Louis Lory

Far­ben­fro­he Schminke, extrav­a­gante Out­fits und das Spiel mit Geschlechter­rollen  die Kun­st des Drag fasziniert und polar­isiert wie keine andere. Manche sehen ihren Ursprung schon im The­ater der Antike und bei Shake­speare, andere in der Entste­hung der Drag­ball-Szene. Wir stellen euch heute fünf ver­schiedene Per­sön­lichkeit­en des Drag vor  mal his­torisch, mal aktuell, doch immer poli­tisch.  

 

William Dorsey Swann ist nicht nur der erste Men­sch, der sich jemals als “Queen of Drag” beze­ich­net und somit den Begriff der “Dragqueen” geprägt hat, son­dern gilt auch als ein­er der Begrün­der der afroamerikanis­chen Drag­ball-Szene. Seine heim­lich organ­isierten Tre­f­fen für queere Men­schen und PoC sowie sein aktivis­tis­ches Engage­ment wirken bis heute. 

 

Con­chi­ta Wurst, die bekan­nteste Dragqueen Öster­re­ichs, ist mit ihrem Song “Rise like a Phoenix”, mit dem sie 2014 den ESC gewann, in die Geschichte einge­gan­gen. Dank ihr wurde eine bre­it­ere Sicht­barkeit von queeren Men­schen und der Kun­st des Drags zur Prime­time ermöglicht.  

 

Olivia Jones, Drag Queen und Kiez-Ikone, ken­nt in Deutsch­land ver­mut­lich jede*r. Auch sie sorgt durch ihr Auftreten in diversen Fernse­hfor­mat­en für eine Nor­mal­isierung queer­er Sicht­barkeit in den Medi­en. Gle­ichzeit­ig engagiert sie sich auch poli­tisch  inklu­sive ein­er Klage gegen die AfD wegen Volksver­het­zung.  

 

Divine ste­ht wie keine andere Queen für Pro­voka­tion und radikalen Selb­staus­druck in der Drag-Szene. Neben ihrer Film- und Musikkar­riere in den 70ern und 80ern war sie unter anderem auch das Vor­bild für Ursu­la in Dis­neys “Arielle die Meer­jungfrau”. 

 

Vicky Voy­age ist eine von vie­len Dragqueens, die seit eini­gen Jahren Lesun­gen für Kinder anbi­eten. Damit sorgt sie vor allem bei neurecht­en Kräften für Aufre­gung. CDU und AfD fordern sog­ar ein Ver­bot solch­er Lesun­gen, die Kindern Vielfalt näher­brin­gen sollen. Ihre Arbeit zeigt, wie wichtig und aktuell es ist, für queere Sicht­barkeit zu sor­gen.  

 

Dis­claimer: Was oft vergessen wird  natür­lich gibt es auch Dragkings!