ein lichtblick im alltag: tratak als meditation der klarheit
von Isabella Beiter
Manchmal tut es in unserem stressigen und unvorhersehbaren Alltag gut kurz innezuhalten und in sich zu gehen. Sich in dem langen dunklen Tunnel voller Abgaben, Fristen und Verpflichtungen einen kleinen Lichtblick anzuzünden und in sich und seine Gedanken zu gehen, um wider Kraft und Licht zu tanken. Die sogennante Tratak- Lichtmeditation ist eine traditionelle Meditationstechnik aus dem Yoga. Das Wort „Tratak“ stammt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie „starren“ oder „fixieren“. Und genau darum geht es in dieser Meditation. Der Fokus wird auf einen äußeren Lichtpunkt, meist auf eine Kerzenflamme, gerichtet. Ziel ist es Geist zu beruhigen, die Konzentration zu steigern, störende und belastende Gedanken loszulassen und eine tiefere Verbindung mit sich selbst herzustellen.
Wie praktiziert man Tratak?
Das Einzige, was man für diese Meditationstechnik braucht, ist eine Kerze und ein ruhiger Ort.
Finde einen ruhigen Raum, dimme das Licht und stelle eine Kerze auf Augenhöhe etwa einen Meter vor dich. Setze dich aufrecht und entspannt hin. Fixiere den oberen Teil der Flamme, ohne zu blinzeln und atme ruhig ein und aus. Lass Gedanken los und stelle dir vor, wie die Flamme deinen Geist reinigt. Sobald deine Augen feucht werden, schließe sie und beobachte das Nachbild der Flamme innerlich. Spüre die Ruhe nach und beginne mit 5–10 Minuten täglich.

